Pamina Sulzberger

/

15. Dezember 2025

Zwei Perspektiven – eine gemeinsame Geschichte

two women and mediator, Pamina Sulzberger and Susann Bongers are standing smiling at a table and looking at the camera in a light room
Pamina Sulzberger & Susann Bongers

Vor genau fünf Jahren hat unsere gemeinsame Reise begonnen. Die bcompanion gmbh wuchs, aus einer Gesellschafterin wurden zwei. Es war der Moment, in dem zwei Wege zu einem gemeinsamen wurden.

Wir blicken heute zurück mit der Frage, warum das funktioniert hat und wie es weiter geht.

Wie alles begann

Damals hing vieles in der Luft. Pandemie und eine damit verbundene geschäftliche Krise, berufliche Übergänge, persönliche Herausforderungen. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – begannen wir miteinander zu arbeiten. Erst über Bildschirme hinweg, dann in Workshops, die online stattfinden mussten. Und irgendwo zwischen Kopfhörern, Breakout-Rooms und improvisierten Methoden passierte etwas, das man nicht planen kann: Es funktionierte.

Pamina: Ich wusste damals, was ich machen wollte, aber noch nicht wie. Auf meiner Suche bin ich zufällig auf deine Website gestossen und habe dich einfach angeschrieben.

Susann: Deine Frage an mich hat mich neugierig gemacht: «Was würden Sie der 29-jährigen Susann auf den Weg in die Selbständigkeit heute raten?» Ich habe einfach nur gedacht, mit der muss ich mal reden!

Pamina: Ich erinnere mich daran, dass ich dich als erfahrene Unternehmerin und Mediatorin wahrgenommen habe – und gleichzeitig als jemanden, der Raum gibt. Raum zum Lernen, zum Ausprobieren, zum Mitdenken. Das war für mich damals entscheidend.

Susann: Und ich habe deine Klarheit gesehen. Deine schnelle Art, Systeme zu erkennen. Deinen unternehmerischen Drive. Und natürlich die Perspektive einer anderen Generation. Das war für mich eine grosse Bereicherung. Genau darin erkannten wir Potential: nicht Gleichheit, sondern Resonanz und Ergänzung.

Mutige Schritte, Schwieriges und was es uns gelehrt hat

Susann: Grundsätzlich war ja das mutigste, dass wir das überhaupt so gemacht haben (lacht). Jede andere würde sagen: probiert erst mal aus und schaut dann wohin das führt. Wir hatten verschiedene Modelle durchgesprochen. Und dann schnell gemerkt, entweder Gleichberechtigung oder gar nicht.

Pamina: Den Schritt haben wir bisher nie bereut. Obwohl die letzten Jahre sehr herausfordernd waren, nicht nur beruflich. Viel Arbeit, viele unterschiedliche Rollen gleichzeitig, gesundheitliche Themen. Und immer wieder die Frage: Wie viel geht? Wie viel geht gut? Wie viel ist gut genug?

Es ist schwierig Qualität zu messen, vor allem in unserer Arbeit. Der Massstab für uns ist vor allem Präsenz, Fokus und einen Unterschied machen für die Menschen, mit denen wir arbeiten.

Wir haben gelernt, Prioritäten neu zu setzen. Nein zu sagen. Nicht aus Perfektion, sondern aus Verantwortung – uns selbst und unseren Kundinnen und Kunden gegenüber. Diese Klarheit ist einer der wertvollsten Lerneffekte der vergangenen Jahre.

Warum unsere Zusammenarbeit funktioniert

Es braucht eine gemeinsame Haltung, klare Absprachen, Respekt vor Unterschieden. Und die Bereitschaft, Schwieriges auszusprechen, bevor es schwierig wird.

Susann: Im Kern und in der Wertehaltung sind wir sehr ähnlich. Wir sehen Menschen. Wir respektieren Systeme. Wir arbeiten klar und verbindlich.

Pamina: Und wir sind unterschiedlich genug, dass etwas Neues entsteht. Das merken wir bei jedem gemeinsamen Auftrag. Wir bieten nicht eine Verdoppelung des gleichen, sondern wir wissen genau, welche Synergien einen Mehrwert bringen.

Susann: In grossen Team-Workshops zum Beispiel. Du kannst sehr analystisch und strukturiert Themen und Inhalte vorbereiten. Und ich kann mich dadurch auf einer intuitiven Art auf die Dynamiken und die Menschen fokussieren. Da sind wir richtig effizient unterwegs.

Pamina: Und, wir wenden an uns an, was wir unseren Kundinnen und Kunden beibringen. Wir pflegen unsere Zusammenarbeit, nicht nur wenn es Schwieirig wird.

Rückblick: Meilensteine unterwegs

Was haben wir in den letzten 5 Jahren gemeinsam erreicht?

Pamina: Fünf Jahre lang haben wir gesagt: «Wir müssen ein gemeinsames Fotoshooting machen.» (lacht)

Susann: Fünf Jahre später… haben wir’s geschafft! Und der Zeitpunkt fühlt sich genau richtig an.

Was wir ebenfalls gemacht haben: neue Website, neues Corporate Design und Modernisierung vom Logo. Kleine Dinge, die unsere Entwicklung und unseren gemeinsamen Auftritt prägen.

Was bcompanion im Kern bedeutet

bcompanion heisst nicht: Wir bringen die Lösung. Sondern: Wir öffnen Räume, in denen Lösungen und Veränderungen entstehen können.

Susann: Der Name ist so entstanden: bcompanion stand schon immer für Begleitung.

Pamina: Was sich nicht nur im Namen, sondern auch im Motto wiederfindet: Die Lösung sind Sie. Damit konnte ich mich von Anfang an identifizieren.

Konflikte, Teamdynamiken, Führungsthemen sind für uns keine isolierten Phänomene, sie gehören zu Systemen, zu Mustern, zu Kulturen.

Ob Mediation, Teamdynamiken, Führungsthemen, Organisationsentwicklung – die Anlässe sind zwar unterschiedlich, die Fragestellung und die Haltung bleibt die gleiche.

Wohin die nächsten Jahre führen

Wir haben keinen Masterplan an der Wand, aber wir haben eine Richtung – und ein klares Verständnis, wie wir arbeiten wollen.

Wir möchten unsere Präsenz in Zürich stärken. Unsere interkulturellen Kompetenzen stärker einbeziehen, z.B. mehr in internationalen Kontexten arbeiten.

Noch mehr mit Führungspersonen und Teams arbeiten, die bereit sind, in die Tiefe zu gehen.

Und wir möchten uns selbst treu bleiben: reflektiert, lernend, in Bewegung. So, wie wir es seit fünf Jahren tun.

Wir sind dankbar für diese Reise: für die Menschen und Organisationen, die uns Vertrauen schenken, für das, was entstanden ist und am entstehen ist.

Und wir freuen uns auf das, was kommt.

Ungeplant. Unverstellt. Gemeinsam.